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… über Urlaub mit Sauerstoffunterstützung

Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Sauerstoffversorgung sollte Ihre Gesundheit unterstützen und sie nicht davon abhalten das Leben und Ihre Freizeit zu genießen.
Lungenerkrankungen mit oder ohne Sauerstoffunterstützung stellen daher KEIN Reiseverbot dar. Es gibt jedoch einiges dabei zu beachten:
Planung ist alles!

Machen Sie sich vorab konkrete Gedanke über den geplanten Urlaub. Was wollen Sie erleben? Wann reisen Sie? Mit wem reisen Sie? Wie reisen Sie? Wie sind die klimatischen Verhältnisse im Urlaubsland? Am besten Sie kontaktieren frühestmöglich ihren Lungenfacharzt diesbezüglich und holen sich Informationen ein. Der Lungenfacharzt kann aktuellen Gesundheitszustand und Flugtauglichkeit abklären, spezielle Medikamentenversorgung (Reiseapotheke) und Aufklärung von Mitreisenden geben.

Je nach Urlaubsregion sind die dort herrschenden Klima-, Zeit und Luftdruckverhältnisse zu beachten. Speziell bei Lungenerkrankungen kann sich der Körper an ungewohnte Verhältnisse weniger gut anpassen und es könnte zu Verschlechterungen des Gesundheitszustandes kommen.

Der Lungenfacharzt sollte Sie auch über die medizinische Infrastruktur im Urlaubsgebiet und mögliche notwendige Impfungen aufklären. Zudem kann auch ein ärztliches Reisedokument in Sprache des Urlaubslandes oder in Englisch die Versorgung erleichtern.

Dieses sollte enthalten:

  • Art der Erkrankung
  • Medikamente + Dosierung
  • Verhalten im Notfall
  • Mögliche Kontaktpersonen im Heimatland

Wenn Sie mit Sauerstoffunterstützung verreisen wollen, sollten Sie auch vorab die Sauerstofffirma diesbezüglich informieren. Diese Firmen arbeiten häufig auch länderübergreifend zusammen und können eine Versorgung auch im Urlaubsland sicherstellen.

Je nach Krankheit und Urlaubsdestination sollten sie aufpassen bei:

  • Höhenluft: Der Sauerstoffpartialdruck in großer Höhe ist niedriger und demnach befindet sich weniger Sauerstoff in der Einatemluft. Eine Sauerstoffpflicht kann sich bei grenzwertigen Indikationen (SpO2 unter Raumluft 90-92%) dabei ergeben.
  • Luftverhältnisse: Schadstoffbelastung in Großstädten oder tropisches Klima können von lungenerkrankten Personen schlecht toleriert werden. Beachten Sie diese Faktoren auch bei der Auswahl der Urlaubsdestination.

Reisen mit dem Auto

Wenn Sie mit dem Auto verreisen wollen, stellt eine Sauerstoffunterstützung keine große Schwierigkeit dar. Es ist dabei nur wichtig, die mobilen Geräte aufrecht und mit einem Gurt fixiert zu transportieren. Die Geräte können am Beifahrersitz oder auf der Rückbank gelagert werden. Besonders bei Flüssigsauerstoffgeräten ist der aufrechtstehende Transport wichtig, da Flüssigsauerstoff beim Umfallen austreten kann. Spezielle Reisetanks für das Auto (bis zu 20l Fassungsvermögen) sind bei machen Sauerstofffirmen ebenfalls erhältlich.

Generell gilt der Transport von Flüssigsauerstoff als Gefahrenguttransport und muss dementsprechend als gefährliches Gut gekennzeichnet werden. Diese Vorschrift gilt aber nicht für Privatpersonen, sofern der Sauerstoff dem privaten Gebraucht gilt. Jedoch ist zu beachten:

  • Kein Rauchen oder offenes Feuer im und rund um das Auto
  • Gasflasche muss vorm Umfallen und Verrutschen gesichert werden und immer aufrechtstehend transportiert werden
  • Übliche Gasflaschen sollen sich längere Zeit nach der Fahrt im Fahrzeugt bleiben, ausgenommen speziell eingebaute Autotanks
  • Kfz-Haftpflichtversicherung über die Mitnahme informieren
  • Nicht in der prallen Sonne parken

Reisen mit dem Flugzeug

Etwas schwieriger gestaltet sich eine Reise mit dem Flugzeug, aber bei entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ist auch das mit mobilen Sauerstoffgeräten durchaus möglich.

Gefahren bei Flugreisen:

  • Aufgrund des Höhenanstieges beim Fliegen, ist der menschliche Körper außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt. Diese stellen vor allem für Lungenpatienten eine relative Gefahr dar, da ihr Körper die entstehenden Druckunterschiede nicht ausgleichen kann. Bei gesundem Meschen erhöht sich zum Ausgleich des um ca. 25% verringerten Sauerstoffpartialdrucks die Atemfrequenz und der Herzschlag. Lungenerkrankte können unter Umständen diesen jedoch nicht ausgleichen und es kann zu hohen Sauerstoffsättigungsabfällen im Blut kommen. Sauerstoffpflichtige Patient/innen brauchen also während des Fluges meist um 30% mehr Sauerstoffzufuhr als normalerweise. Auch Lungenpatient/innen, die generell keine Sauerstoffunterstützung benötigen, sollten sich vor einer Flugreise gründlich untersuchen lasse, da durch den Druckunterschied eventuelle Sauerstoffpflichtigkeit entstehen kann.
  • Eine weitere Gefahr stellt ein vorhandenes Lungenemphysem dar. Dabei handelt es sich um Luftansammlungen in den Lungen, die bei Druckschwankungen (in Start- und Landephase) platzen können. So besteht die Gefahr eines Pneumothorax, welcher eine lebensbedrohliche Situation darstellt.
  • Die klimatisierte Luft in der Flugkabine wird künstlich erwärmt, wodurch sich die Luftfeuchtigkeit auf bis zu 15% rapide verringert. Das kann zu einer Austrocknung der Schleimhäute und zu vermehrten Atemproblemen führen.

Zu beachten ist:

  • Eine Überprüfung der Flugtauglichkeit beim Lungenfacharzt
  • Flüssigsauerstoff darf nur bedingt mitgenommen werden. Ein leeres mobiles Flüssigsauerstoffgerät oder ein O2-Konzentrator sind aber grundsätzlich möglich. Die Regelungen dazu sind von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. Wichtig ist ein Sauerstoffgerät unbedingt anzumelden und sich vorab ausreichend über die Mitnahme bei der Fluggesellschaft zu informieren.

Reisen mit dem Schiff

Aufgrund der Luftbeschaffenheit (hoher Sauerstoffpartialdruck, hohe Salzkonzentration) sind Urlaube am Meer für Lungenpatient/innen meist sehr gut tolerierbar. Wie auch bei den Fluggesellschaften ist die Mitnahmen von Sauerstoffgeräten nicht einheitlich geregelt.

Informieren Sie sich deshalb vorab genau über die Regelungen bei ihrem Reiseanbieter oder über das Reisebüro. Wie auch bei anderen Reiseoptionen, ist eine Bestätigung der Reisetauglichkeit durch den Lungenfacharzt empfehlenswert.

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… über Schlafapnoe

Das Wort „Apnoe“ kommt aus den Griechischen und bedeutet „Nicht-Atmung“. Wir beschreiben mit Schlafapnoe also „unbewusste Atemaussetzer während des Schlafes“. Das kann sehr gefährlich werden und stellt eine Krankheit dar, die unbedingt behandelt werden muss.
Aber wie kommt es dazu und wie erkenne ich, ob ich betroffen bin?

Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es zu einer Verengung der Atemwege während des Schlafens. Im Schlaf entspannen sich alle Muskeln und daher auch bedingt die Muskulatur rund um die Atemwege. Wenn diese z.B. durch chronische Mundatmung ohnehin schlaff sind, wird dieser Effekt unterstützt. Die Atemwege verstopfen sich selbst und die Atmung wird verhindert. Erst nach gewisser Zeit, wenn der Sauerstoffmangel schon bedrohlich wird, aktiviert das Atemzentrum im Gehirn die Atemmuskulatur und es kommt zu einer schnellen, abrupten Einatmung. Dieser Vorgang ist häufig mit lautem unrhythmischem Schnarchen und Muskelzuckungen verbunden. Betroffenen Personen kommen nur selten oder kurz in erholsame Tief- und REM-Schlafphasen, was eine unzureichende Erholung mit sich bringt. Meist leiden sie unter Tagesmüdigkeit und weiteren Symptomen, wie Mundtrockenheit, Zungenbiss und erhöhter Herzfrequenz.

Bei Verdacht auf Schlafapnoe sollten Sie unbedingt einen Lungenfacharzt bzw. ein Schlaflabor zur Diagnostik und Therapie aufsuchen!

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über den Pulsoximeter

Bei vielen Lungenerkrankungen kommt es im Körper häufig zu Sauerstoffsättigungsabfällen. Darunter versteht man eine Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Wenn in peripheren Körperteilen (z.B. Finger) die Sauerstoffkonzentration ausreicht, geht man davon aus, dass das Körperzentrum ideal versorgt ist. Eine adäquate Sauerstoffversorgung ist essenziell, da sonst alle Organe (v.a. Gehirn und Herz) darunter leiden und Schaden nehmen.
Ob Ihr Sauerstoffsättigungswert (SpO2) passt, können Sie einfach jederzeit mit einem Pulsoximeter überprüfen.

Die am Finger gemessene SpO2 sollte immer über 90% betragen, idealerweise 95-99%. Je nach aktueller körperlicher Belastung kann der Wert stark schwanken. Es ist jedoch wichtig, den Wert auch bei Belastung zu messen, da regelmäßige SpO2-Abfälle bei Aktivität gefährlich sein können.

Darüber hinaus zeigt der Pulsoxymeter auch die aktuelle Herzfrequenz (HF) bzw. den Puls an. Damit ist die Anzahl der Herzschläge pro Minute (bpm) gemeint.

Das Herz schlägt rund um die Uhr und pumpt mit jedem Schlag Blut in unseren Körper. Es ist praktisch der Motor, der das mit Sauerstoff angereicherte Blut antreibt und über die Blutgefäße im gesamten Körper verteilt. Benötigt unser Körper vorübergehend mehr Sauerstoff, weil er mehr Leistung erbringen muss (z.B. bei Belastung, Bewegung, Sport) muss das Herz schneller schlagen und der Puls steigt.

Der gemessene Puls ändert sich daher ständig und ist stark abhängig vom Gesamtzustand des Körpers. Er kann daher vorübergehend aufgrund von Nervosität, Anstrengung, psychische Belastung, Ernährung, Schlafqualität,… abweichen oder generell abhängig von Alter, Geschlecht und Trainings- und Gesundheitszustand von Mensch zu Mensch verschieden sein. Ist der gemessene Puls jedoch dauerhaft und vor allem in Ruhe außerhalb der Norm, sollten mögliche Ursachen vom Arzt abgeklärt werden.

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… über Wellness für die Lunge

Beim Wellnessen (speziell Sauna) muss unser Körper mit unterschiedlichen Luftbeschaffenheiten klarkommen. Die warme und feuchte Luft reagiert mit den Atemwegen und somit dem gesamten Organismus.

Durch Wärme entspannen sich alle Muskeln und Wärme wirkt auch auf die Atemwege entkrampfend. Auch die Durchblutung wird angeregt und so das Immunsystem gekräftigt. Zudem inhalieren viele Lungenpatienten/Innen regelmäßig Kortison. Bei Hitze wird im Körper das Hormon Cortisol ausgeschüttet, welches die Medikametenwirkung unterstützen kann. Die feuchte Luft befeuchtet darüber hinaus die Atemwege, wodurch Abhusten häufig erleichtert und subjektive Atemnot gelindert wird.

Generell ist es nicht ausgeschlossen, trotz einer chronischen Krankheit, die Sauna oder Thermeneinrichtungen zu besuchen. Es gibt jedoch ein paar spezielle Punkte, die Meschen mit Lungenerkrankungen beachten sollten.

  • kurze Aufenthaltsdauer von max. 15 Minuten (besonders zu Beginn)
  • geringe Temperatur 45-60°C (besonders zu Beginn)
  • extrem feuchte/trockene Luft vermeiden
  • Sitzen unterstützt die Kreislauffunktion im Gegensatz zur Rückenlage, daher spätestens beim Aufguss aufsitzen
  • schnelles Abkühlen vermeiden – Muskeln verkrampfen sich ruckartig
  • nach der Hitze Frischluft atmen und Atemwege abkühlen
  • genügend Flüssigkeitszufuhr beachten
  • Notfallmedikamente in Reichweite haben
  • mögliche Allergen in Aufgussmitteln meiden (allergisches Asthma)
  • NICHT bei akuten Infekten/Anfällen/Exacerbationen

Das Wichtigste ist es beim Wellnessen auf den Körper und dessen Signale zu hören. Nicht jeder Mensch reagiert gleich und tagesabhängige Unterschiede auftreten. Achtsamkeit und ein gutes Mittelmaß sind daher für einen gelungenen Thermentag unerlässlich!

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… über Lungenerkrankungen in der kalten Jahreszeit

Im Herbst und Winter ist unsere Lunge besonders herausfordernden Bedingungen ausgesetzt. Unsere Atemwege müssen gegen vermehrte Krankheitserreger gewappnet sein und mit folgenden Umwelteinflüssen umgehen können:
  • kalter Luft
  • trockene Luft in beheizten Räumen
  • Rauch (Feuer, Räucherrituale, Kerzen,…)
  • vermehrter Abgasbelastung durch Tiefdruckwetterlagen
  • Kochdämpfe (Kekse backen, Einkochen, Familienessen, wärmende Gerichte mit langen Kochzeiten,…)

Daher ist gerade jetzt die Pflege der Atemwege und das Anwenden von angepassten Atemtechniken empfehlenswert.

Pneumi´s Tipps für gesunde Atemwege in der kalten Jahreszeit:

  • Atemwege warmhalten
    • Jacke ordentlich zumachen, um den Brustbereich vor Zugluft zu schützen
    • Schal verwenden, um die oberen Atemwege vor Kälte zu schützen
    • Nase und Mund bedecken v.a. beim Sport (Schifahren, Laufen, etc.) mit z.B. Schlauchschals oder Sturmhauben
  • Atemwege feucht halten
    • Luftbefeuchter/Diffuser in trockenen Räumen verwenden – die empfohlene Luftfeuchtigkeit liegt bei 40-60T
    • genügend trinken
    • Feuchtinhalationsgeräte verwenden (siehe Beitrag Feuchtinhalation)
  • vermehrt auf Nasenatmung achten (siehe Beitrag Nasen- und Mundatmung)
  • für Frischluft sorgen durch regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen
  • bekannte Allergene vermeiden (Dämpfe mit Duftstoffen, Rauch,…)

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… über Nasen- und Mundatmung

Unser Körper strebt immer eine ökonomische Atmung an. Das bedeutet, er möchte mit möglichst wenig Aufwand die größtmögliche Sauerstoffaufnahme erreichen.

Um subjektiv wahrgenommen viel Luft einzuatmen, atmen wir häufig durch den Mund oder haben uns chronische Mundatmung angewöhnt. Das ist aber wenig effizient für unseren Körper. Durch Mundatmung generieren wir einen geringen Atemwegswiderstand und neigen unbewusst zur Hyperventilation. Wir atmen oberflächlich und die Atemfrequenz steigt. Zudem schonen wir unseren Hauptatemmuskel, das Zwerchfell, bei dieser Atmung und überbelasten unsere Atemhilfsmusklulatur. Durch häufige/chronische Mundatmung kann daher kommen zu:
Chronischer, unbewusster Hyperventilation à Stress, Nervosität, Unruhe
Überbelastung der Atemhilfsmuskulatur (Nacken, Brust, Schultern)
Zwerchfellschonung
Verminderte Sauerstoffaufnahme
Reduzierter Atemwegswiderstand à Schlafapnoe
Das primäre Ziel der Atemtherapie ist es demnach, die Atmung bestmöglich zu ökonomisieren. Dabei ist es wichtig, weitgehend durch die Nase ein- und auszuatmen. Über die Nase wird die Einatemluft gereinigt, befeuchtet und erwärmt. In den Nasennebenhöhlen produzierte Stoffe gewährleisten die Bindung von Sauerstoff an das Blut und können so die Sauerstoffaufnahme um bis zu 18 % steigern. Die Luft gelangt über offene (von innen geschiente) Atemwege in die tiefen Atemwege und das Zwerchfell wird ordnungsgemäß eingesetzt. Dabei können wird eine Bauchbewegung im Atemrhythmus wahrnehmen.
Atmen Sie durch die Nase tief in den Bauch!
 
Eine weiterführende Atemtherapie mit z.B. Atemtherapiegeräten zur Atemmuskelkräftigung kann nur funktionieren, wenn eine ökonomische Atmung vorhanden ist.

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… über die Wirkung von Inhalationsmedikamenten

Im Krankheitsmanagement von Lungenerkrankungen stellt die regelmäßige Einnahme von Inhalationsmedikamenten eine wichtige Rolle dar. Der Lungenfacharzt entscheidet, welcher Wirkstoff bzw. welche Wirkstoffkombination Ihren aktuellen Gesundheitszustand am besten fördert.

Dabei wird grob gesagt unterschieden in der WirkungsDAUER (long/short) des Wirkstoffes und der Zusammensetzung (mit/ohne Kortison). Medikamente ohne Kortison wirken immer bronchienerweiternd und schleimreduzierend. Die Atemwege werden so entspannt und wieder breiter in ihrem Durchmesser. In Folge wird das Atmen erleichtert, weil mehr Luft in die Lunge einströmen kann. Wenn zusätzlich Kortison enthalten ist, wirkt das Medikament auch entzündungshemmend. Bei starken Atembeschwerden sind die Luftwege dauerhaft oder vorrübergehend entzündet. Dadurch schwellen die Luftwege von innen zusätzlich an, produzieren übermäßiges Sekret und verringern sich so weiter im Durchmesser. Inhalatives Kortison wirkt aber im Vergleich zu andern Einnahmeformen (Tabletten, Spritzen,…) nicht systemisch auf den Körper. Das bedeutet es wirkt rein auf die Atemwege und es entstehen bei richtiger Anwendung „kaum“ Nebenwirkungen.

Die ordnungsgemäße und richtige Einnahme von Inhalationsmedikamenten ist daher von enormer Bedeutung und stellt einen wichtigen Teil in der Atemphysiotherapie dar.

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… über die Anwendung von Inhalationsmedikamenten

Bei inhalativen Medikamenten wird neben dem Wirkstoff und der Wirkungsdauer auch in der Applikationsform unterschieden. Es es „klassische Asthma-/Notfallsprays“ und Pulverinhalatoren. Die beiden unterscheiden sich hauptsächlich in der Handhabung und Praktikabilität für den Patienten.

Dosieraerosole sind mit Treibgas geladene Druckbehälter, die über Sprühstöße Medikamente in Form von winzig kleinen Tröpfchen in die Atemwege abgeben. Durch langsames und tiefes Einatmen gelangen diese Aerosole in die Lunge und können dort wirken. Aufgrund des starken Sprühstoßes des Gerätes ist es ratsam eine Vorschaltkammer zur zielführenden Inhalation zu verwenden.
 
Pulverinhalatoren sind nur für Patienten mit ausreichendem Atemzugsvolumen geeignet. Dabei wird das Medikament in Kapselform in den Inhalator gelegt und aufgestochen. Der Patient muss nun mit kräftiger, tiefer Einatmung das Pulver in die Lunge befördern. Dieses teils schwierige Umsetzung ist nicht für jeden Patienten umsetzbar und sollte regelmäßig aus ärztlicher/therapeutischer Sicht überprüft werden.

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… über Feuchtinhalation

Trockene und kalte Luft reizt immer unsere Atemwege. Die natürliche Schleimhautoberfläche trocknet aus und der Abtransport kann nicht ordnungsgemäß ablaufen.

Dagegen und auch prophylaktisch kann regelmäßige Inhalation von vernebeltem Wasserdampf helfen. Ähnlich dem Meeresklima setzen wir uns so kurzzeitig feuchter salziger Luft aus.
Pauschal wird dazu eine isotone Kochsalzlösung zur täglichen Verwendung empfohlen. In besonderen Gesundheitssituationen kann von Ärzten auch häufig vorrübergehend eine hypertone Kochsalzlösung oder eine Lösung kombiniert mit Medikamenten empfohlen werden.
Durch die Inhalation von reiner, salzhaltiger und feuchter Luft wird der natürliche Abtransport von Schleim aus der Lunge unterstützt. Das kann zu Infektzeiten deutliche Atemerleichterung schaffen, aber auch prophylaktisch Nährboden für Keime eliminieren.
Gönnen Sie sich ab und zu einen Kurzurlaub für die Lunge, indem Sie feuchte salzige atmen!

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